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Bahnreise Schweiz

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Reisebeschreibung Schweiz

10 Tage quer durch die Schweiz

Alle Wege umweltfreundlich mit der Bahn (ÖBB & SBB & Privatbahnen)

Bequeme Reise großteils in modernen Panorama­wägen. Viele Ein­drücke bleiben leider nur kurz­fristig. Fotos während der Fahrt sind nur sehr einge­schränkt mög­lich.

Plandarstellung der Aussichts­strecken:


Die wenigen längeren Aufent­halte sind jeden­falls zu kurz.

Plandarstellung der Aufent­halte:

Anreise ÖBB

Anreise im Schlafwagen der ÖBB von Wien nach Sargans.

Es gibt keinen Platz zur Aufbe­wahrung der Koffer. Nur durch Zufall war es möglich, die Koffer auf einem freien Bett zu stapeln.

Der Zug wird auf der Strecke lange angehalten, um eine vernünf­tige morgend­liche Ankunfts­zeit an­bieten zu können.

Positiv: Getränke, Frühstück und einige nütz­iche Dinge (z.B.Haus­schuhe) sind im Fahr­preis inbe­griffen.

Chur

Direkt nach Ankunft des Nachtzugs: Kurze Fahrt von Sargans nach Chur.

Chur wird gerne als mittel­alterliche Stadt ange­priesen. In Wirk­lich­keit jedoch ist die Stadt durch­setzt von häß­lichen Neu­bauten.

Ein Bummel durch die Altstadt lohnt sich allemal. Da wir mehr Zeit hatten, wandern wir auch etwas ins Umland.

Bernina-Express

Am nächsten Morgen geht es mit dem Ber­nina-Ex­press von Chur ins italie­nische Tirano.

Höhenprofil Bernina-Express:


Diese Fahrt ist einer der Höhe­punkte der Reise (UNESCO-Welterbe). Der Ab­schnitt vor St. Moritz und der vor Tirano sind beson­ders eindrucks­voll. Man passiert zahl­reiche Via­dukte (z.B. Landwasserviadukt) und Tunnel­abschnitte (z.B. Brusio) (auch „Kehr­tunnel“)

Die Strecke von Tirano nach Lucarno betreibt die Bahn­gesellschaft als Bus­verbindung.

Plan der Busfahrt:


Der Teil der Fahrt entlang des Nordufers des Comersees und dann des Luganersee ist hübsch. Leider haben wir hier Pech mit dem Wetter - alles ist grau in grau.

Das kurze letzte Stück von Lugano nach Locarno am Lago Maggiore legen wir wieder mit dem Zug zurück.

Locarno

In Locarno sind sehenswert: Am Plan sind auch der Bahn­hof und der Hafen mar­kiert:

Lago Maggiore + Centovalli

Ein wirklich interessanter Tages­ausflug:
3 Stunden Schiff­fahrt über den gesamten Lago Maggiore nach Stresa in Italien.

Den schönsten Abschnitt erreicht man kurz vor der Ankunft in Stresa: Die Borro­mäischen Inseln⭐. Isola Bella, Isola Madre und Isola dei Pes­catori sind die drei wich­tigsten.

Anschließend mit dem Lokalzug nach Domo­dossola.

Zurück nach Locarno mit der Centovallibahn - dabei kreuzt man 100erte Täler (=cento valli). Der schönste Teil - eine beein­druckende Schlucht - der Cen­tovalli­bahn befindet sich im Bereich der Staats­grenze Italien/Schweiz (Station Camedo).

Plan der gesamten Runde von Locarno nach Locarno ein­schließ­lich Cento­valli­bahn:

Bellinzona

Am gleichen Tag (unter Aus­nutzung der besonders langen Tage im Juli) fahren wir mit dem Zug nach Bellin­zona, dann mit dem Post­bus zur am höchsten gelegenen Burg (Sassa Corbaro).

Wanderweg hinunter zur Burg Montebello⭐ - sie ist die schönste der drei Burgen. Von dort hinunter in die Stadt.

Abends Besuch des touris­tisch ausgestal­teten (verun­zierten) Castel­grande (Lift). Diese Burg eignet sich vor allem zur Beo­bachtung der abendlichen Beleuch­tung der beiden anderen Cas­telle.

Lageplan der drei Castelle:

Gotthard-Panorama-Express

Am Morgen geht es nochmals mit dem Lokal­zug nach Bellin­zona. Umstieg in den Gott­hard-Pano­rama-Ex­press.

Dieser Zug fährt nicht durch den Gott­hard-Basis­tunnel, sondern durch den höher gele­genen Gott­hard-Tunnel aus 1882. Ein besonders spekta­kulärer Kehr­tunnel bei Wassen inklu­sive. Bis man die erfor­derliche Höhen­differenz über­wunden hat, sieht man die Kirche von Wassen 3x.

Am Vierwald­stättersee wechseln wir bei Flüelen auf das Schiff.
⭐ Bei pracht­vollem Sonnen­schein genießen wir den schöns­ten Teil des Sees. Leider dreht das Wetter kurz vor Ende der Fahrt und wir erreichen Luzern bei hef­tigem Gewitter.

Plan Gotthard-Panorama-Ex­press + Schiff­fahrt Vier­wald­stätter­see:

Luzern

Die Besichti­gung von Luzern muss wegen Schlechtshy;wetter ent­fallen.

Anmerkung für beab­sichtigte kurze Stadt­spazier­gänge
Die Gepäckauf­bewahrung ist ein Problem:
An den Bahn­höfen exis­tieren oft nur Selbst­bedienungs­boxen, die gerade mal für einen einzigen normal großen Koffer reichen. 2-3 kleinere Koffer würden auch in eine Box passen. Das ist nicht uner­heblich, kostet die Auf­bewah­rung (auch für kurze Benut­zung) doch immer­hin 9 CHF.

Interlaken

Von Luzern geht es weiter mit der Zentral­bahn nach Inter­laken. Wie der Name schon sagt, liegt der Ort zwischen zwei Seen, dem Thuner­see und dem Brienzer­see.

Strecke Luzern-Interlaken:


Interlaken sollte der Ausgangs­punkt für eine Fahrt zum Jungfrau­joch und auf die Schynige Platte sein.

Plan Jungfrau­joch mit Bezeich­nung der Züge:


Leider macht uns das Wetter einen Strich durch die Rech­nung. Aufs Jungfrau­joch fahren wir dennoch, mit der vagen Hoffnung, dass die Wol­ken irgend­wann kurz aufreißen. Den Gefallen ha­ben sie uns nicht getan. Wir warten vergeb­lich auf Wetter­besserung.

Der ganze Tag ist geprägt durch Wolken, Nebel, und Regen.

Zugfahrt: Interlaken Ost - Lauterbrunnen - Kleine Scheidegg - Eiger Gletscher - Jungfraujoch. Dann: Spazier­gang Eis­höhle, Aussichts­turm (ohne Aus­sicht), Alpine Sen­sation (furcht­barer Kitsch).

Rückfahrt über Eiger Gletscher - Luftseil­bahn nach Grindel­wald - Zug Inter­laken Ost - Inter­laken West.

Schynige Platte müssen wir notge­drungen aus­fallen lassen...

Montreux

Nach drei Nächten in Inter­laken fahren wir mit der Golden-Pass-Linie über Zwei­simmen (Umstiegs­bahnhof) nach Montreux am Genfersee.

Bahnstrecke Interlaken - Zweisimmen - Montreux:


Der Besuch von Montreux beschränkt sich auf einen kurzen Bummel über die Strand­promenade⭐.

Zermatt

1x umsteigen in Visp, dann gehts nach Zermatt, wo uns endlich die Sonne erwartet. (In Inter­laken bleibt das Wetter mau).

Kleines Matterhorn

Am nächsten Morgen: Fahrt auf das kleine Matter­horn (Luftseil­bahn)

Zwischen­aufent­halt beim Schwar­zsee⭐ (wunder­barer Aus­blick)

Endstation: Matter­horn Glacier Paradise mit Aussichts­platt­form⭐ - endlich Blick über schnee­bedeckte Gipfel.

Indoor: Gletscher­palast, Cinema Lounge.

Rückfahrt bis Furi, Spazier­gang über Hänge­brücke⭐ zum Gletscher­garten Dossen⭐, von Furi mit Luft­seilbahn nach Zermatt.

Wegbeschreibung: Neben der Station Furi beginnt gleich hinter dem Gast­haus Furi der mit „Gletscher­garten“ beschil­derte Weg. Er führt über eine Hänge­brücke⭐ mit toller Aus­sicht (Schwindel­freiheit) zu einem Spiel­platz.

Dort hält man sich links und gelangt zu einer Abzweigung zum Gletschergarten⭐. Nach einigen Metern gibt es eine Markierung ähnlich einem Vexierbild. Wegweiser"

Folgt man dem roten Pfeil geht man rechts­herum durch den Gletscher­garten. Erkennt man zwei weiße Pfeile, macht man die Runde in die andere Rich­tung.

Am Ende der Runde geht man wieder zur Ab­zweigung und folgt dem Rad­weg zur Sta­tion Furi.

Nach Zermatt kann man die Luft­seil­bahn benutzen oder die Wan­derung durch die Gorner­schlucht anschließen.

Der Wanderplan dazu:


Seilbahn­stationen: Zermatt - Furi - Schwarz­see - Trocke­ner Steg - Matter­horn Glacier Para­dise (kleines Matter­horn)

Der Plan dazu:

Gornergrat

Am nächsten Morgen Fahrt mit der Zahnrad­bahn aufs Gorner­grat kleine Ausichtsrunde am Gipfel.
Auch hier gibt es ein Indoorprogramm: Zoom- Show

Rückfahrt (nur eine Station) nach Roten­boden, von dort 1stün­diger Spazier­gang über Riffel­see⭐ (schöne Spiege­lung des Matter­horns) nach Riffel­berg,

Skizze der Wanderung:


Mit der Luftseil­bahn nach Furi, von dort Spazier­gang über Blatten, Gorner­schlucht nach Zer­matt. Die Gorner­schlucht⭐ ist unbe­dingt sehens­wert.

Man kann die Schlucht auch direkt von Zermatt aus besuchen oder diese Wan­derung an die Wan­derung zum Gletscher­garten an­schließen.

Wanderweg durch die Gorner­schlucht:

Der Einstieg von Furi aus beginnt fast direkt unter der Seilbahn­trasse. Zuerst folgt man dem Weg­weiser „Zum See“. Im win­zigen Ort Blatten hält man sich scharf rechts und geht durch den Gast­garten der (trotz des abgelegenen Stand­orts) gut besuchten Gast­stätte zu einer kleinen Brücke. Von hier aus hat man den ersten tollen Blick auf die Schlucht.
Anmerkung: Wer von Zermatt auf­wärts geht, sollte unbe­dingt bis hier­her wandern - es zahlt sich aus.
Die mit Leitern und Brücken erschlos­sene Schlucht be­ginnt erst knapp vor Zermatt.

Wichtig: Bar­geld mitnehmen! Die 5 CHF Bege­hungs­gebühr werden am unteren Ende der Schlucht kas­siert.


Stationen Gorner­gratbahn: Tal­station Zermatt - Findel­bach - Riffel­alp - Riffel­berg - Roten­boden - Gorner­grat.

Der Plan (Bahn­strecke + Luft­seil­bahn) dazu:


Nachmittags: Matterhornmuseum direkt neben der Kirche in Zermatt.

Glacier-Express

Die Heimfahrt erfolgt mit dem Glacier-Express. Start in Zer­matt, Ende in Chur. Der schönste Ab­schnitt der Fahrt liegt fast am Ende: die Rhein­schlucht⭐.

Wenn man foto­gra­fieren möchte: Es gibt einen Wagen mit offenen Fens­tern. Normaler­weise ist das Motiv schon vorbei, wenn man diesen Wagen erreicht. Für die Rhein­schlucht zahlt es sich alle­mal aus in diesen Wagen zu wechseln.

Der Plan dazu:

Heimfahrt

Von Chur nach Sargans geht es mit einem Regional­zug. Von Sar­gans bis Wien mit einem Zug der ÖBB.

Im Zug gibt es zwar WLAN, doch kommt man kaum von der ÖBB-Webseite weg. Auch gibt es - anders als in der Schweiz - keinen Strom­an­schluß, was bei einer Fahrt­dauer von 7 Stunden wohl jede Batterie über­fordert.

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